Anorganische Chemie ist eine frei verfügbare Einführung in die anorganische Chemie. Details zum Buch finden Sie im Editorial.... |
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Siehe auch: Fluor, Calciumfluorid, Aluminiumfluorid, Chlorwasserstoff / Salzsäure | |||||||||||||||
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Fluorwasserstoff / FlusssäureAutor: Hans Lohninger
Wasserfreier Fluorwasserstoff, HF, ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die bei 19.5°C siedet. Fluorwasserstoff ist mit Wasser beliebig mischbar, das Azeotrop enthält 38% HF und 62% H2O. Die Lösung wird Flusssäure genannt. Flusssäure greift Glas an, sie muss daher in Polyethylen- oder Teflonflaschen aufbewahrt werden. Bei der Reaktion von HF mit Glas bildet sich aus dem Siliziumdioxid des Glases gasförmiges Siliziumtetrafluorid:
SiO2 + 4HF Flusssäure löst die meisten Metalle unter Bildung der entsprechenden Fluoride. Platin und Gold werden nicht angegriffen, Blei wird passiviert. Fluorwasserstoff wird durch Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf Calciumfluorid, CaF2, bei 250°C gewonnen:
CaF2 + H2SO4 Wasserfreier, flüssiger Fluorwasserstoff ist ein polares Lösungsmittel, das viele polare Stoffe gut löst. Seine physikalischen Parameter (z.B. Dielektrizitätskonstante, Dipolmoment, Temperaturspanne in der die Substanz flüssig ist, Dissoziationskonstante, Schmelz- und Verdampfungswärme) sind gut mit Wasser vergleichbar, da HF ähnlich wie Wasser starke Wasserstoffbrückenbindungen aufbaut. Außerdem unterliegt HF ähnlich wie Wasser der Autoionisation mit einer Dissoziationskonstante von 8x10-12:
3 HF
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