Anorganische Chemie ist eine frei verfügbare Einführung in die anorganische Chemie. Details zum Buch finden Sie im Editorial.... |
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Siehe auch: Phosphatierung von Eisen, Phosphorsäure, Eisen | |||||||||||||||||||
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EisenphosphatAutor: Hans Lohninger
Eisen(II)phosphat
Eisen(II)phosphat ist ein grau-blaues Pulver, das in Wasser unlöslich ist, sich aber in Mineralsäuren gut löst. In der Natur kommt Eisen(II)phosphat als Vivianit vor. Die Darstellung von Eisen(II)phosphat ist durch Fällung mit Natriumphosphat aus einer Eisen(II)sulfatlösung möglich:
3 FeSO4 + 2 Na3PO4 Eisen(II)phosphat ist eines der Schüßlersalze ("Ferrum Phosphoricum"), die in der alternativen Medizin eingesetzt werden.
Eisen(III)phosphat
Eisen(III)phosphat bildet gelblich-braune Kristalle, die sich beim Erwärmen auf 500°C zu Fe2O3 zersetzen. Eisen(III)phosphat ist unlöslich in kaltem Wasser und etwas löslich (6.7 g/L) in kochendem Wasser. Die Darstellung von Eisen(III)phosphat erfolgt durch Umsetzung von Eisenhydroxid mit Phosphorsäure:
Fe(OH)3 + H3PO4
Eisen(III)phosphat eignet sich hervorragend als Schneckengift (Molluskizid), da es den Calcium-Metabolismus im Verdauungstrakt der Schnecken stört, für andere Lebewesen aber nur wenig giftig oder ungiftig ist. Eisen(III)phosphat wird zusammen mit Lock- und Fraßstoffen in kleine Pellets gepresst, die die Schnecken fressen. Unmittelbar nach der Einnahme hören die Schnecken zu fressen auf, ziehen sich in ihre Verstecke zurück und sterben nach drei bis sechs Tagen. Eisen(III)phosphat ist das einzige Schneckengift, das für den biologischen Landbau zugelassen ist.
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